Mingu Ruge befindet sich seit Wochen in bestechender Form

LANDESLIGA HAMMONIA

01. Dezember 2009

 

Nass war es am vergangenen Samstag in Pinneberg, nass aber hochinteressant. Schließlich nahm der Tabellenvierte den Tabellenzweiten aus Eimsbüttel in Empfang. Ein Spiel welches laut Papier durchaus das Prädikat Spitzenspiel verdient hatte - und die beiden Mannschaften sorgten auch dafür, dass es auch zu einem Solchem wurde.


Von Beginn an war Zug im Spiel. Der ETV hätte schon nach zehn Minuten mindestens mit einem Tor führen können, hätte Serdar Bahtiyar nur eine von seinen drei guten Chancen verwertet. Der VFL aus Pinneberg war aber keinesfalls nur darauf bedacht hinten den Laden dicht zu halten. Schon in der Anfangsphase setzen sie mit langen Bällen immer wieder kleine Nadelstiche, die den ETV-Abwehrverbund durchaus in Bedrängnis brachten. Ein solcher langer Ball wurde dem ETV dann auch in der 16. Spielminute zum Verhängnis. Nach einer Ecke der Eimsbütteler konnten die Pinneberger klären und den Ball in die gegnerische Hälfte bringen, die weit aufgerückte ETV-Verteidigung zögerte zu lange und so kam VFL Stürmer Pokdemir an den Ball. Der Stürmer lief alleine auf den Schlussmann des ETV zu, schob die Kugel unter diesem hindurch ins Tor - und Pinneberg führte eins zu null. Dieses Ergebnis spielte der Heimmannschaft in die Karten. Mit ihren schnellen Stürmern konnte man jetzt noch mehr auf Konter spielen.
Die Gäste ließen sich dadurch aber nicht wirklich aus dem Konzept bringen, man wusste um die eigene Stärke.
In der ersten Halbzweit sprang bis auf die Gewissheit, dass der ETV das Spiel bestimmt hatte und auch die reifere Spielanlage gezeigt hatte aber nichts mehr für die Turner aus Eimsbüttel heraus. Nach 45 Minuten stand es eins zu null für den Gastgeber.
In der zweiten Hälfte sah es ähnlich aus, der ETV investierte jetzt noch mehr und Pinneberg konterte weiter brandgefährlich. Nicht zuletzt dem überragenden Oliver - Mingu Ruge war es zu verdanken, dass die ein ums andere Mal einschussbereiten Stürmer des VFL eben durch diesen Ruge so entscheidend gestört wurden, dass diese Bälle eben nicht rein gingen.

Die 62. Spielminute stand dann aber für das 2:0 der Hausherren. Ein perfekt getretener Freistoß vom Pinneberger Schulz sorgte dafür, dass die Gäste nun einen Zweitorerückstand aufholen mussten. Es hätte auch noch schlimmer werden können, hätte das Schiedsrichtergespann das drei zu null gewertet. Sie entschieden aber auf Abseits. Die Entscheidung war stark anzuzweifeln, hinderte den ETV aber nicht daran, wenige Minuten darauf, genauer gesagt in der 75. Minute den Anschlusstreffer zu erzielen. Malte Brack war der zuständige. Nun witterte die Truppe vom Trainergespann Mitteregger / Alarcon wieder Morgenluft und startete noch mehr die Abteilung Attacke. In der 80. Spielminute war es dann Simon Mensah der mit der Pike den Ausgleich erzielte. Trotz der noch verbliebenen zehn Minuten reichte es für beide Mannschaften aber nicht mehr zum Sieg.
Der ETV zeigte Moral und hat bewiesen, dass die Hinrunde keine Eintagsfliege war, es wird auch nach der Winterpause mit dem Vize Herbstmeister zu rechnen sein.

 

Julian Meins - ETV I